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Styropor kann wieder entsorgt werden

Dieser Eintrag wurde geschrieben am 21. Dezember 2016

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Der Bundesrat hat am Freitag dafür gesorgt, dass die seit Oktober entstandene kritische Entsorgungssituation für bestimmte Styropordämmplatten zunächst beendet wird.

„Das ist eine gute Nachricht für alle Bauherren, aber auch für uns Dachdecker,“ so äußerten sich der Obermeister der Dachdecker-Innung Borken-Bocholt, Bernhard Seggewies und der Pressesprecher der Dachdecker-Innung Borken-Bocholt, Dirk Onnebrink.

„Wir freuen uns, dass unser nachhaltiger Protest gegen die unsinnige und an der Praxis vorbeigehende Verordnung des Europäischen Abfallverzeichnisses jetzt zumindest für ein Jahr ausgesetzt worden ist,“ so Obermeister Bernhard Seggewies weiter.

Damit ist der Entsorgungsnotstand zunächst beendet. Zwar ist die jetzige Entscheidung des Bundesrates nur ein Teilerfolg, aber schafft Zeit, um eine nachhaltige Lösung für die Problematik der Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmstoffen zu schaffen.

„Wir hoffen auch, dass die Kostenexplosion, die in den letzten Monaten für die Entsorgung von Styropor beobachtet werden konnte, entsprechend zurückgeführt wird,“ kommentierte Dirk Onnebrink die jetzige Regelung.

„Dennoch ist es für Bauherren ratsam, ernsthafte Überlegungen darüber anzustellen, Baumaßnahmen, bei denen auch die Entsorgung von Styropor notwendig ist, im Jahre 2017 und nicht später durchzuführen,“ so Dirk Onnebrink weiter.

Zu dem Entsorgungsnotstand für HBCD-haltige Dämmstoffe war es gekommen, weil einige Bundesländer, darunter auch Nordrhein-Westfalen vor einem Jahr einen Antrag auf Deklarierung von HBCD-haltigen Dämmstoffen als gefährliche Stoffe in den Bundesrat eingebracht hatten und dafür eine Mehrheit erhalten hatten.

Durch die damalige Entscheidung des Bundesrates kam es ab dem 01. Oktober 2016 bundesweit zu Entsorgungsengpässen. Jetzt hat der Bundesrat eine Rückstufung von HBCD-haltigen Dämmstoffen von gefährlich in ungefährlich für ein Jahr befristet beschlossen.


Dieser Eintrag wurde geschrieben am Mittwoch, 21. Dezember 2016

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