Gronau. Wie erkennt man eigentlich ein gutes Brot? Worauf kommt es bei Kruste, Krume, Geruch und Geschmack an? Antworten darauf gab es am Donnerstag, 3. September 2026, bei der öffentlichen Brotprüfung der Bäcker-Innung Ahaus auf dem Feierabendmarkt in Gronau.
Von 14 bis 19 Uhr nahm Brotprüfer Daniel Milz die eingereichten Backwaren der Innungsbäckereien fachkundig unter die Lupe. Die Besucher des Feierabendmarktes konnten die Prüfung unmittelbar mitverfolgen und dabei erfahren, welche Qualitätsmerkmale bei der professionellen Beurteilung eines Brotes eine Rolle spielen.
Zur offiziellen Begrüßung um 16 Uhr hieß Felix Duesmann von der ausrichtenden Bäckerei Duesmann die Gäste willkommen. Daniel Janning, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Borken, dankte ihm und der Bäckerei Duesmann für die Ausrichtung der diesjährigen Brotprüfung. Zu den Ehrengästen zählten Jörg von Borczyskowski, Bürgermeister der Stadt Gronau, Mechthild Schlamann von den Landfrauen, Christian Kerbstadt von der IKK classic sowie Christoph Almering von der EUREGIO. Auch Jochen Münstermann, Obermeister der Bäcker-Innung Ahaus, nahm an der Veranstaltung teil.
Im Anschluss gab Brotprüfer Daniel Milz den Besuchern einen Einblick in den Ablauf und die Kriterien der Qualitätsprüfung. Denn bei der Brotprüfung geht es um weit mehr als den Geschmack: Die Backwaren werden nach festgelegten Qualitätskriterien unter anderem hinsichtlich Aussehen und Form, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität sowie Geruch und Geschmack beurteilt.
Für die teilnehmenden Bäckereien bietet die regelmäßige Qualitätsprüfung die Möglichkeit, ihre Backwaren unabhängig und fachkundig beurteilen zu lassen. Gleichzeitig dient sie der kontinuierlichen Qualitätssicherung und zeigt, welcher Anspruch an handwerklich hergestellte Backwaren gestellt wird.
Durch die öffentliche Prüfung auf dem Feierabendmarkt wurde diese Qualitätsarbeit auch für die Besucher sichtbar. Sie konnten Daniel Milz bei seiner Arbeit über die Schulter schauen und einen Einblick darin gewinnen, wie viel handwerkliches Können, Erfahrung und Sorgfalt hinter einem hochwertigen Brot stehen.
Deutschland verfügt über eine außergewöhnliche Brotkultur mit mehreren Tausend verschiedenen Brotspezialitäten. Die über Generationen weitergegebenen Kenntnisse und Traditionen des Bäckerhandwerks haben maßgeblich zu dieser Vielfalt beigetragen. Seit 2014 gehört die Deutsche Brotkultur zum bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.
Welche Backwaren bei der diesjährigen Qualitätsprüfung besonders überzeugen konnten, wird die Bäcker-Innung Ahaus zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
