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Verdiente Botschafter des Handwerks geehrt

Es sind immer bewegende Momente, wenn gestandene Handwerker für den Erwerb ihres Meisterbriefes geehrt werden, den sie sich vor 50 bzw. 60 Jahren als junge Handwerker erarbeitet haben. 15 goldene und 6 diamantene Meisterbriefe aus 10 unterschiedlichen Berufen hat die Kreishandwerkerschaft im Saal des Burggasthofes Niewöhner-Schnell in Ahaus-Ottenstein übergeben.

Viele Jubilare haben in leitenden Funktionen der Kreishandwerkerschaft Borken mitgearbeitet, wie bei der Ehrung durch den früheren Kreishandwerksmeister Alfred Marx deutlich wurde. Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster, bezeichnete in seiner Festrede die Jubilare als „verdiente Botschafter des Handwerks“. Deutlich wies er auf den Widerstand gegen die oft geforderte Abschaffung des Meisterbriefes hin. Statt die Qualität der Ausbildungsabschlüsse zu senken, forderte er, noch mehr Qualität in die Ausbildung junger Handwerker zu legen. „Neue Abschlüsse, neue Berufsbezeichnungen brauchen wir nicht“, so Hund, der nicht nur das duale System lobte, sondern auch die gleichwertige Anerkennung des Handwerks zum akademischen Beruf einforderte. Im Kreis Borken sei das Handwerk besonders stark vertreten, während in Düsseldorf die Unterstützung für das Handwerk fehle. „Damit macht man eine ganze Industrie kaputt“, gab er sich kämpferisch.


von Elvira Meisel-Kemper