Wer Freude am Umgang mit vielfältigen Zutaten hat und gestalterische Freiheit mit präziser Arbeitsweise kombinieren möchte, hat als Konditor gute Chancen.
Der/die zukünftige Konditor/in sollte einen Sinn für Sauberkeit und Hygiene haben, teamfähig, geschickt, fingerfertig sein und über einen guten Geschmacks und Geruchssinn verfügen. Wer Freude am Umgang mit vielfältigen Zutaten hat und gestalterische Freiheit mit präziser Arbeitsweise kombinieren möchte, hat als Konditor gute Chancen.
Aufgaben und Tätigkeitsmerkmale
Aufgabe des Konditors ist die Herstellung der vielfältigen Erzeugnisse, die eine gut geführte Konditorei zu ihrem Angebot zählt, um sie dem Kunden entweder im Laden anbieten zu können oder aber dem Gast im Café zu servieren. Mit Können, Kreativität und ein Gespür für den Zeitgeschmack verwandeln Konditoren die Cafés und Konditoreien in Genießer-Oasen und Einkaufsparadiese. Im Trend liegen Frische, Leichtigkeit und Phantasie.
Die Angebotspalette reicht von raffinierten Torten, reizvollen Pralinen, feinem Gebäck und selbstgemachtem Eis bis hin zu zeitgemäßen Ergänzungen aus der kleinen Küche, wie beispielsweise knackigen Salaten, Gemüsekompositionen und leichten Imbissen.
Der Variantenreichtum beginnt bei der Auswahl verschiedener, meist hauchdünner Böden, die mal knusprig und mal alkoholisch-aromatisch getränkt sind und abwechselnd mit feinen Füllungen umhüllt werden. Unter Verwendung der edelsten Rohstoffe werden diese Kreationen immer frisch aufgeschlagen bzw. cremig aufgekocht.
Confiserie ist der Oberbegriff für Pralinen, Trüffel, Konfekt, Petit fours und figürlichem Marzipan. Unter den Begriff Teegebäck fallen zum Beispiel Makronen, Florentiner, Schwarz-Weiß-Gebäck, Spritz- und Sandgebäckstorten. Da der Konditor mit einer Vielzahl unterschiedlicher Rohstoffe arbeitet, die äußerst unterschiedliche Eigenschaften besitzen, verlangen Einkauf, Prüfung, Verarbeitung und Lagerung dieser Rohstoffe eine besondere Sorgfalt und Sachkenntnis.
Rohstoffe sind zum Beispiel Milch, Butter, Sahne, Quark, Eier, Zucker, Mehl, Weizenpuder, Frischobst, exotische Früchte, Trockenfrüchte, Dunst- und Kompottfrüchte, Gelees, Marmeladen, Konfitüren, Dickzuckerfrüchte, Zitronat, Orangeat, Kakaomasse und Kakaopulver, Konfitüre. Sobald die Rohstoffe entsprechend vorbehandelt sind (gesiebt, geschält, entkernt etc.) wird die Menge rezeptgenau abgewogen und durch Kneten, Rühren, Schlagen oder Rösten werden Teige und Massen hergestellt.
Bei größeren Mengen werden arbeitserleichternde Maschinen eingesetzt. Anhand verschiedener Verfahren werden die Teige aufgearbeitet und geformt (zum Beispiel durch Rollen, Schlingen, Flechten, Wickeln) und die entsprechende Backtemperatur und Backzeit festgelegt. Hierfür ist die genaue Kenntnis der Funktionen und Bedienungdes Backofens und der übrigen Backgeräte erforderlich.
Aus- und Weiterbildung
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Auf Antrag kann sie bei entsprechenden fachlichen Leistungen und schulischen Voraussetzungen verkürzt werden.
Nach mindestens dreijähriger Gesellentätigkeit kann der Konditor seine Meisterprüfung ablegen. Zur Vorbereitung auf die Prüfung bieten die Handwerkskammern oder andere Organisationen des Handwerks Lehrgänge in Tages- oder Abendform an. Bei entsprechender schulischer Vorbildung (Fachhochschulreife oder Abitur) oder mit dem Meisterbrief ist auch ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität möglich.
Perspektiven
Geniessen ist „in", und die Kreationen des Konditors sprechen auch ernährungsbewusste Geniesser an. Deshalb ist der Außer-Haus-Verkauf von Konditorei-Spezialitäten ein Wachstumsmarkt, auf dem heute und in Zukunft Fachleute gefragt sind, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.